Mittwoch, 10. März 2010

„Eigentlich geht es uns ganz gut.“

Es ist nur eine kleine Geschichte,
Von der ich hier berichte,
Ich wusste nicht an was ich dachte,
Als ich langsam erwachte,
Die Kopfschmerzen wurden fester und fester,
Ins Zimmer kam die Krankenschwester,
Die machte mir klar die Situation,
Ich befand mich auf der Notstation.

„Eigentlich geht es uns ganz gut.“

Es sei der zweite Mai,
Der Tag nach der Schlägerei,
Eine Demonstration hats gegeben,
Auch ich sei dagewesen,
Habe ein Schild bei mir getragen,
Dieses kostete mir fast den Kragen,
Sie zeigte mit dem Ausdruck leichten Entsetzens,
Auf die Zimmerecke wo ein Karton ähnelnd eines Fetzens,

„Eigentlich geht es uns ganz gut.“

Was ein Schild mit solcher Aufschrift suche an einer Demonstration,
Provokation,
Dieses Schild beweise,
Eine weit verbreitete Denkensweise,
Viele der heutigen Generation haben nicht kapiert,
Dass man nicht für sich selbst demonstriert,
Sie findens daher ein Scherz,
Weil Hand aufs Herz,

„Eigentlich geht es mir ganz gut.“

Eine Generation die sich nicht als „wir“ definiert,
Sondern das „ich“, „ich“, „ich“ und „ich“ dominiert,
Da ist schwierig die gemeinsame Idealverfolgung,
Das wiederum führt zur Einfügung,
So gibt’s kaum noch ein Problem,
Die Devise lautet: Einfügen ins System!
Dieses Verhalten oder gar diese Kapitulation,
Macht, dass es kaum noch gibt eine Demonstration

„Eigentlich geht es uns ganz gut.“

Solange sich jeder ins System einfügen tut,
Geht es ihm auch gut,
Er findet sich damit ab so zu leben,
Dass es für ihn keine Sorgen wird geben.
Das ist unser Ideal,
Total,
Banal,
Genial?

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